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Reisegeschichten

Unterwegs mit Wohnmobil und Baby – hier nehmen wir euch mit

Montenegro – wo fast jede Straße eine Panoramastraße ist

9. Okt.
3 Min. Lesezeit

Der Weg ist das Ziel. In wenigen Ländern gilt dieses Motto wohl so sehr wie in Montenegro. Wer einmal hier mit dem Auto unterwegs war, weiß, warum: Gefühlt hinter jeder Kurve wartet eine neue spektakuläre Aussicht. Meer und Berge liegen dicht beieinander, tiefe Schluchten wechseln sich mit weiten Hochebenen und schroffen Gipfeln ab. Eine Landschaft, bei der man am liebsten ständig stehen bleiben und Fotos machen würde.


Diesmal zieht es uns in die Berge


Bei unserem ersten Besuch in Montenegro vor zwei Jahren sind wir die Küste entlanggefahren und haben vor allem die Bucht von Kotor besucht – eines der bekanntesten Reiseziele des Landes. Diesmal wollten wir ein wenig das Landesinnere entdecken. Deshalb ist es für uns in den Durmitor-Nationalpark gegangen. Schon die Fahrt in Richtung Žabljak – eine recht touristische Kleinstadt, die mehr oder weniger das „Tor“ zum Nationalpark ist – war dabei spektakulär. Die wenigen Fotos sind allerdings nur vom Beifahrersitz aus entstanden, denn beide Kinder an Bord waren an diesem Tag schon etwas „autofahrmüde“ und wollten nur noch ankommen.



Im Durmitor-Nationalpark findet man neben zahlreichen Zweitausendern und Gletscherseen auch einen Teil der Tara-Schlucht, die stellenweise rund 1.300 Meter tief ist und laut UNESCO als tiefste Schlucht Europas gilt. Der Durmitor-Nationalpark selbst gehört übrigens seit 1980 zum UNESCO-Weltnaturerbe.


Eine kleine Enttäuschung gab es für uns allerdings schon bei der Reiseplanung: Die bekannte Đurđevića-Tara-Brücke, die die Schlucht überspannt und rund 170 Meter über dem Fluss liegt, war bei unserem Besuch wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Ihre außergewöhnliche Lage und die spektakuläre Bauweise machen sie zu einem der bekanntesten Fotomotive im Norden Montenegros.


Darüberfahren konnten wir diesmal also nicht. Darübergehen eigentlich auch nicht, wobei die Absperrung bei unserem Besuch eher wie eine Empfehlung gewirkt hat und von Dutzenden Touristen umgangen wurde. Wir wollten uns dennoch nicht zu weit vorwagen und haben nur von der Seite einen kurzen Blick in die Tiefe riskiert.


Blick in eine tiefe bewaldete Schlucht

Schwarzer See statt großer Wanderung


Unsere zwei Nächte im Durmitor-Nationalpark haben wir im Camp Ivan Do verbracht. Der Campingplatz liegt ganz in der Nähe des Schwarzen Sees – hier Crno jezero genannt –, des vermutlich bekanntesten Gletschersees der Region. Seinen Namen verdankt er den dunklen Nadelwäldern und Bergen rundherum, die das Wasser dunkel wirken lassen sollen. Ganz nachvollziehen können wir die Namensgebung allerdings nicht: Der Name „Türkiser See“ wäre irgendwie naheliegender.


Für einen kleinen Ausflug mit Kindern bietet sich der See jedenfalls gut an. Ein etwa dreieinhalb Kilometer langer Rundweg führt um das Wasser herum, immer wieder mit schönen Ausblicken. Wir haben allerdings nur einen Teil geschafft, denn Nico hat an diesem Tag beschlossen, dass er unbedingt mit dem Laufrad um den See fahren möchte, was zwar möglich aber nicht ganz so flott ist. So wurde aus der geplanten Seerunde ein kürzerer Ausflug – aber auch der hat sich gelohnt.



Weiter Richtung Spätsommer


Nach diesem kurzen Abstecher nach Montenegro geht es für uns jetzt bereits weiter nach Albanien. Nicht, weil Montenegro nicht noch viel mehr zu bieten hätte – im Gegenteil, hier könnte man problemlos Wochen verbringen –, sondern vor allem, weil es mit dem aktuellen Wetterumschwung in den Bergen immer kälter wird und wir mit den Kindern gerne noch ein bisschen Spätsommerurlaub am Meer hätten. Also tauschen wir die Bergkulisse vorerst gegen die Aussicht auf wärmere Tage. Die übrigen Ecken Montenegros müssen bis zum nächsten Besuch warten.


Hier waren wir:


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