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Reisegeschichten

Unterwegs mit Wohnmobil und Baby – hier nehmen wir euch mit

Ein gehypter Strand zum Griechenland-Abschluss

vor 2 Minuten
3 Min. Lesezeit

Unsere Tage in Griechenland haben nicht ganz so begonnen, wie man das gerne hätte: Zuerst die Kinder, dann auch wir – nach und nach sind wir hier alle krank geworden. Fast hätten wir unsere Reise deshalb frühzeitig abgebrochen. Zum Glück ist es so weit nicht gekommen, denn sonst hätten wir es nicht mehr zu jenem Strand geschafft, der für uns mehr oder weniger das Ziel in Griechenland war: dem Voidokilia-Strand im Südenwesten des Peloponnes.


Besonders bekannt ist er für seine fast kreisrunde Bucht mit hellem, feinem Sand und sein türkisblaues Wasser. Beeindruckend sieht das vor allem von oben aus, weswegen man in den diversen sozialen Medien vor allem Drohnenaufnahmen des Strandes findet. Nicht aus der Vogel-, sondern aus der „Menschenperspektive“ betrachtet, hat uns der Strand allerdings nicht so ganz überzeugt …


Blick von oben auf die Voidokilia-Bucht mit türkisblauem Wasser, hellem Sandstrand und Dünen zwischen Meer und Gialova-Lagune

Nebensaison am Peloponnes


Es ist schon fast Ende Oktober, als wir die Rio-Andirrio-Brücke bei Patras überqueren. Die markante Brücke verbindet den Peloponnes mit dem Festland – besonders schön sieht man sie etwa von der Hafenstadt Nafpaktos aus. Eigentlich wollen wir Patras gleich wieder hinter uns lassen, doch weil unsere Kinder seit Tagen Fieber haben, müssen wir hier eine Pause einlegen und einen Kinderarzt aufsuchen. Nach einer ungeplanten Nacht nahe der Großstadt freuen wir uns umso mehr über unseren nächsten Campingplatz: Bei Palouki ergattern wir im gleichnamigen Camp in der Nebensaison einen Stellplatz in erster Reihe zum Strand.


  • Eine Familie siotzr in einer Hängematte bei Sonnenuntergang
  • Ein Camper vor einem leeren Strandbei Sonnenuntergang
  • Eine Frau mit Baby im Arm bei Sonnenuntergang

Um diese Jahreszeit sind nur noch wenige Camper unterwegs. Was uns schon bei unserem Besuch in Parga vor ein paar Tagen aufgefallen ist, ändert sich auch weiter südlich nicht: Viele Campingplätze sind bereits geschlossen, Restaurants und Tavernen sind schon in der Winterpause und andere Reisende trifft man nur vereinzelt. Auch wenn wir den direkten Blick aufs Meer genießen (das hier allerdings nicht so türkisblau ist, wie an vielen anderen Orten Griechenlands), wird deshalb schnell klar, dass sich unser Dreijähriger etwas mehr Abwechslung wünscht. Es geht also schon bald weiter in Richtung Süden – auch um endlich den Voidokilia-Strand zu sehen, von dem wir online schon so viele Bilder gesehen haben.


Voidokilia Strand: von oben wow, von unten okay


Es ist eine schmale Straße durch Olivenhaine, die hierherführt und eigentlich gar nicht auf einen Touristenmagneten schließen lässt. Doch kaum haben wir das letzte, unbefestigte Straßenstück erreicht, wird es plötzlich voll. Links und rechts parken reihenweise Camper und Mietautos. Das letzte Stück zum Strand müssen wir zu Fuß zurücklegen. Mit Bollerwagen, Sandspielzeug, Badesachen, Babytrage und noch allerhand Zeug erreichen wir den Strand vollbepackt und sind erst einmal eher enttäuscht. So traumhaft wie auf den Bildern sieht der Strand nicht gerade aus: eher schmal, ziemlich voller Algen und mit mehr Leuten, als wir auf unserer gesamten bisherigen Reise an einem Strand gesehen haben. Aber eines muss man dem Strand zugutehalten: Das Wasser hier ist wirklich glasklar!



Wer den Strand von oben betrachten möchte, kann entweder im Süden zur Nestorhöhle und zum Palaiokastro hinaufgehen oder im Norden zum Grab des Thrasymedes. Weil das der deutlich kürzere Weg ist, entscheiden wir uns für die zweite Variante. Hier hat man zwar keinen ganz so tollen Panoramablick wie auf der anderen Seite, aber auch beim Grab eröffnet sich der Blick auf die Bucht, die Dünen und die Gialova-Lagune. Und jetzt müssen auch wir zustimmen: Von oben betrachtet ist der Voidokilia-Strand tatsächlich ein Traum!


Wildcampen beim Voidokilia-Strand wird übrigens nicht gerne gesehen und von der Polizei angeblich regelmäßig mit Strafen geahndet. Wir fahren deshalb weiter zu einem wirklich traumhaften Campingplatz bei Gialova – Camping Navarino Beach – und müssen zum ersten Mal auf dieser Reise froh sein, überhaupt einen freien Platz zu bekommen. Was wir nämlich nicht wussten: Gialova ist in zwei Tagen Austragungsort eines Ironman-Rennens. Unseren Aufenthalt müssen wir deshalb gleich wieder verkürzen: Weil das Rennen an genau jenem Tag stattfindet, an dem wir unsere Fähre in Patras erreichen müssen, und dann zahlreiche Straßen gesperrt werden, bleibt uns nur eine Nacht, um endlich herrliches Sommerwetter, eine ruhige Bucht und einen noch belebten Ort zu genießen.


  • Mehrere Wohnwägen unter Bäumen auf einem Campingplatz
  • Glasklares Wasser einer Bucht
  • Ein Bgt auf einem Bett und schaut einen Luftballon any lietr

Abschluss im antiken Olympia


Nur zwei Tage später stehen wir bei Regen am Fährhafen von Patras. Mit der Superfast III geht es jetzt nach Ancona und dann nach Hause. Die letzte Nacht unseres Griechenland-Trips haben wir schlussendlich an der menschenleeren Küste rund um Zacharo verbracht – unser einziger Wildcamping-Spot auf dieser Reise. Und den letzten Tag haben wir genutzt, um das antike Olympia zu besuchen. Die Geburtsstätte der Olympischen Spiele liegt nur etwa eineinhalb Stunden von Patras entfernt und hat sich für einen Besuch auf dem Weg zur Fähre einfach angeboten.


Unser Fazit hier: Eine antike Ausgrabungsstätte mit einem Dreijährigen sollte man wohl nur besuchen, wenn man Lust auf ein paar Gefühlsausbrüche hat. Abgesehen davon lohnt es sich vermutlich, die Ausgrabungen mit einem Guide zu besuchen, denn ohne fanden auch wir sie zwar einigermaßen beeindruckend, aber wenig greifbar …



Hier waren wir:






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