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Reisegeschichten

Unterwegs mit Wohnmobil und Baby – hier nehmen wir euch mit

Berat: Die Stadt der tausend Fotos

vor 15 Minuten
3 Min. Lesezeit

In manchen Orten komme ich mit dem Fotografieren kaum nach. Berat ist so ein Ort. Die weißen Häuser mit ihren vielen Fenstern, die engen Gassen und dann noch die Aussicht von der Burg: Gefühlt hinter jeder Ecke gibt es ein neues Motiv. Dabei haben wir eigentlich gar nicht viel gemacht. Ein paar Spaziergänge, ein Spielplatz-Stopp und ein Abstecher zur Burg haben gereicht, damit Berat zu den Orten unserer Reise gehört, von denen ich die meisten Fotos mitnehme.



Über ein paar Pausen nach Berat


Bevor wir in Berat angekommen sind, haben wir es in Albanien erst einmal ruhiger angehen lassen. Nach unseren Tagen in den Bergen Montenegros haben wir am Lake Shkodra ausgespannt und unseren Kindern eine Pause vom vielen Autofahren gegönnt. Der größte See der Balkanhalbinsel liegt zu etwa zwei Dritteln in Montenegro und zu einem Drittel in Albanien. Wir waren auf der albanischen Seite.


Das Lake Shkodra Resort kennen wir schon von einer früheren Reise und hier haben wir uns auch diesmal wieder richtig wohlgefühlt. Der Platz ist wunderschön angelegt, das Restaurant gut und günstig, und für Kinder gibt es viel Platz. Dazu kommen alle Annehmlichkeiten, die man als Camper so braucht. Nur das Wetter hätte freundlicher sein dürfen: Unsere drei Tage hier waren leider eher verregnet.


  • Weißes Wohnmobil, das unter Bäumen steht
  • Ein Restaurant, das mit vielen Lichtern beleuchtet ist
  • Baklava und ein Kaffee auf einem Tisch

Auch unser nächster Stopp konnte sich sehen lassen – vor allem die Aussicht. In der Nähe von Durrës haben wir auf dem Camping Solara Karpen einen Stellplatz wirklich direkt am Meer gefunden. Was gibt es Schöneres, als am Abend mit dem Rauschen der Wellen einzuschlafen und in der Früh direkt aufs Wasser zu schauen? Wenn dann auch noch neben dem Frühstückstisch die erste Sandburg gebaut werden kann, beginnt der Tag für alle entspannt. Schade nur, dass man auch hier – wie leider fast überall in Albanien – über die Müllberge hinwegsehen muss, die sich auf Straßen und Stränden ansammeln.


Ein weißer Tourne-Campervan vor dem Meer im Sonnenuntergang

Auch die Lagune von Patok, bei der wir am Weg zwischen diesen beiden Plätzen gehalten haben, hat uns aus genau diesem Grund nicht wirklich begeistert. Die Lagune ist vor allem für ihre Fischrestaurants direkt über dem Wasser bekannt. Die kleinen Häuschen und Sitzbereiche sind dabei über Stege miteinander verbunden. Bei Regen und in der Nebensaison haben wir in der Lagune allerdings nur eine kurze Mittagspause mit einem kleinen Spaziergang verbracht.


Kleine Holzhäuschen auf Pfählen über dem Wasser

Generell müssen wir unsere Stopps und Pausen derzeit gut planen, denn unsere zwei „Autofahrerkinder“, von denen ich zu Beginn der Reise noch so begeistert geschrieben habe, sind sich da gerade nicht mehr ganz einig. Luca schläft mittlerweile so leicht, dass ihn gefühlt jedes Schlagloch wieder aufweckt. Und davon begegnen uns auf Albaniens Straßen leider genug. Auch deshalb haben wir größere Unternehmungen im Norden diesmal ausgelassen. Das Bergdorf Theth in den albanischen Alpen wäre eigentlich auf unserer Bucket List gestanden, muss aber bis zum nächsten Mal warten. Berat war dafür ein absolutes Muss.


Tausend Fenster und mindestens genauso viele Fotos


Berat ist für seine gut erhaltene Architektur aus der Zeit des Osmanischen Reiches weltberühmt und wird auch die „Stadt der tausend Fenster“ genannt. Warum, versteht man beim ersten Blick auf die weißen Häuser, die dicht übereinander am Hang stehen. Seit 2008 gehört die historische Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Und für mich ist Berat fast schon zu einer „Stadt der tausend Fotos" geworden.


Ich liebe es, wenn wir in Städten einen Campingplatz ganz nahe am Zentrum finden. In Berat ist uns das gut gelungen: Camping Veno ist zwar eher ein Parkplatz als ein klassischer Campingplatz, aber dank der netten Besitzerfamilie und der unschlagbaren Lage haben wir uns hier sehr wohlgefühlt. Das historische Zentrum ist nur wenige Gehminuten entfernt.


  • Ein kleiner Bub schaut auf die historischen Häuser von Berat
  • Ein Wohnmobil vor der Burg von Berat
  • Ein kleines Fenster in einer Steinmauer mit einer Glocke darin

Für unsere erste Erkundung sind wir einfach losspaziert, ohne großes Programm. Ein Spielplatzstopp durfte dabei natürlich nicht fehlen, um auch Nico für den Ausflug zu begeistern. Und am Abend bin ich dann noch einmal alleine mit Luca losgezogen. Mit nur einem Kind in der Trage unterwegs zu sein, ist gerade doch um einiges einfacher. So konnte ich noch einmal in Ruhe durch die Gassen spazieren und mir Zeit zum Schauen und Fotografieren nehmen. Eher zufällig bin ich dabei auch beim „Wine Window“ vorbeigekommen. Das kleine Weinfenster in einer Hauswand im historischen Viertel Mangalem ist mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv – wohl auch dank Instagram. Wer an der Glocke läutet, bekommt durch die kleine Öffnung ein Glas Wein gereicht. Für mich blieb es allerdings beim Anschauen.



Berat von oben


Am nächsten Tag ist es für uns zum Abschluss dann noch hinauf auf die Burg „Kalaja“ gegangen, die auf einem Hügel hoch oberhalb der Stadt thront. Wer zu Fuß hinauf möchte, kann den Aufstieg mit einem Spaziergang verbinden. Wer weniger sportlich ist – oder wie wir Kinder dabei hat – kann allerdings auch mit dem Auto fahren. Von oben hat man jedenfalls einen weiten Blick über Berat, den Fluss Osum und die umliegenden Berge. Ein weiterer guter Grund, die Kamera wieder auszupacken ...


Hier waren wir:




 
 
 

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